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Mein Wochenende als "Alleinerziehende"

Zack, die Haustür ist zugefallen. Dieses beklemmende Gefühl, dass ich Freitagabend noch erfolgreich verdrängt hatte, macht sich breit. Aber hey, es ist ja nur bis Sonntagabend bis mein Mann von seinem Männerurlaub wieder zurückkehrt.
Trotzdem fühle ich micht etwas hilflos, planlos (und das obwohl ich viele Pläne gemacht habe) und schon in der Früh so kaputt, dass ich am liebsten wieder ins Bett gekrochen wäre.
Ich weiß, dass ich die beiden Tage mit Groß und Klein auch alleine sehr gut schaffen werde, trotzdem hätte ich jetzt einfach sehr gerne meinen Mann an der Seite.

Ich habe schlechte Laune. Wir sind zu unserer Frühstückseinladung zwar zeitig dran aber Groß hat mal wieder seine eigenen Ideen sein Zimmer umzudekorieren und hängt diverse Kunstwerke mit Reisnägeln auf...
Ich komme im Bad einfach nicht weiter. Ich bin frustriert, man wird die Löcher in der Wand sehen.
Ich versuche ruhig zu bleiben und nicht zu schimpfen.

Unsere Frühstückseinladung ist ein kleiner Lichtblick. Groß und Klein futtern eine Weile mit und spielen anschließend schön miteinander.

Zurück zu Hause verschönen wir einen Strauch im Garten mit bunten Ostereiern.

Ist gar nicht so schlimm, denke ich mir. Geht ja ganz gut.

Unsere Mittagspause nutzen Groß und ich und basteln tolle Bügelperlenbilder.
Diese Zeit der Ruhe tut uns beiden gut.
Und auch unser Einkaufstrip am Nachmittag verläuft recht ruhig und ohne großes Gezeter.

Den restlichen Nachmittag  probieren gemeinsam eine neue Bastelidee aus: Porzellan mit Nagellack marmorieren. Vielen Dank an Caro von Madmoisell für die witzige Idee.

Wir haben beim Einkaufen süße Ostertöpfchen aus weißem Prozellan gefunden. Die Nagellackfarbe hat Groß selbst ausgesucht und auch die Farbkombinationen allein zusammengestellt. Das Marmorieren hat gut geklappt und den beiden auch recht viel Spaß gemacht. Raus kamen zwei wunderschöne Porzellantöpfe, die wir für die Omas und Opas mit Ostersüßigkeiten füllen wollen.




Auch der Sonntag verlief eigentlich, rückblickend sehr entspannt. Allerdings waren wir wegen der Zeitumstellung etwas geschlaucht.
Wir haben das schöne Wetter genossen, Groß war bei einer tollen Geburtstagsfeier und Oma und Opa haben uns mit leckerem Mittagessen versorgt. Ich genieße die Zeit mit meinen Eltern und Groß und Klein und ehe wir uns umblicken, dreht sich ein Haustürschlüssel im Schloss und der schon sehnsüchtig erwartete Papa ist wieder da.

Als ich abends auf der Couch sitze muss ich gestehen, dass sich meine Ängste und Sorgen nicht bewahrheitet haben und das Wochenende ohne Mann und Papa, trotz anfänglicher Startschwierigkeiten viele, schöne Lichtblicke für uns bereit gehalten hat. Und die Zeit ist tatsächlich wie im Flug vergangen. Trotzdem finde ich es schade, dass der nächste Tag schon wieder ein Montag ist und unser wöchentlicher Trott von neuem beginnt.




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