Direkt zum Hauptbereich

Familienfeier - meine graue Wolke diese Woche

Habe ich nicht erst vor kurzem geschrieben, dass ich Ostern so gerne mag, dass ich mich sehr darauf freue, dass ich mit Groß und Klein viel gebastelt, gemalt und vorbereitet habe.
Es stimmt ja auch, ich mag Ostern, ich freue mich über den Frühling und die ruhige Zeit.

Aber dieses Jahr ist es anders. Dieses Jahr fällt Ostern und ein Geburtstag zusammen. Dieses Jahr wird der Ostersonntag bei uns verbracht. Dieses Jahr sind wir die Gastgeber für unsere Verwandschaft.
Vor ein paar Tagen als ich den Artikel "Easter-Bunny-Parade" geschrieben habe, habe ich die Gedanken zu diesem Event noch erfolgreich verdrängt. Habe mich sehr über unsere lustigen Osterhasen gefreut.



Eine große, graue Wolke braut sich über mir zusammen. Jetzt werde ich nervös, der Magen krampft sich zusammen, die Gedanken fliegen nur so hin- und her. Was muss ich noch erledigen, was noch einkaufen, backen, herrichten, einpacken, verstecken und so weiter und so fort.

Und schon fühlt sich das diesjährige Ostern wie das alljährliche Weihnachten an.
Stress, Hektik, Gedankenkarussell, eine motzige Klein, ein schlecht gelaunter Groß, überbewertetes Putzen, Gehetze und Geschiebe beim Einkaufen und nicht zuletzt eine übel gelaunte Mama, die einfach keine Lust hat dieses Event so zu veranstalten, damit alles für alle passt.

Ich könnte diese Liste jetzt unendlich fortführen, immer weiter jammernd, in Selbstmitleid zerfließend.

Aber diese Osterevent macht mir wirklich zu schaffen. Schwer zu schaffen. Und das Tragische daran ist, dass nicht etwa die Verwandschaft sondern größtenteils ich selbst Schuld an diesem innerlichen Kampf und Schlamassel bin.
Ich, die immer allen alles recht machen muss, die ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellt, die sich verbiegt damit die anderen eine tolle Zeit haben. Die backt, kocht, putzt, den Garten auf Vordermann bringt, damit alle anderen zufrieden, gesättigt und bestens gelaunt den Nachmittag und Abend verbringen.

Es sind auch nicht unsere Freunde, die ich wirklich gerne um mich habe und einlade.
Nein es ist die Verwandtschaft.
Gefühlt läuft ein Treffen mit der Verwandschaft sehr viel schwieriger und angespannter ab, alles und jeder wird in irgendeiner Art und Weise kritisiert, die Kinder werden dauernd miteinander verglichen, ebenso die Geschenke.
Kinder die nicht miteinander spielen können oder wollen oder dies und das nicht dürfen.
Von der völligen Reizüberflutung ganz zu schweigen. Je später der Abend, desto müder, quengeliger und motziger sind die Kinder.

Ja, ich könnte dieses Event sicher auch anders gestalten, außerhalb feiern, manche Menschen einfach nicht einladen oder nur einen Kuchen anbieten.
Wenn ich denn nur könnte.
Ich würde so gerne.
Aber ich kann nicht.
Und das ist was mich wirklich frustriert, ärgert und wütend macht.

Meine Geschenke, wenn die Gäste gegangen sind und Groß und Klein endlich in ihren Betten liegen, sind ein Berg schmutziges Geschirr, Geschenkpapierabfälle, die überall verstreut herumliegen und ein Wohnzimmer, dass aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Und hoffentlich mein Lichtblick, dass dieses Event nicht annähernd so schlimm war, wie ich befürchtet habe.

Mein Lichtblick für jetzt: ich mache dieses "Affentheater" für Groß und für Klein und weiß, wie ihre Augen am Ostersonntag leuchten werden. Ein kleiner Lichtblick, der sich durch diese große, graue Wolke mogelt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

#Elternquatsch - Keine Süßigkeiten zum Frühstück! Oder doch?!

Als ich Wiebke's Aufruf zur Blogparade mit derm Stichwort #Elternquatsch gelesen habe, fand ich die Idee super und dachte, hey, da mach ich mit und wollte loslegen....

Ja und dann habe ich festgestellt, dass mir nichts einfällt. Dass ich den ganzen Tag mit meinen Kindern spreche, aber die wirklich lustigen Dinge, die ich da so vom Stapel lasse sind mir alle entfallen, einfach wie weggepustet. 
Ich bin ja nun schon eine ganze Zeit lang Mama und es waren in meiner Kommunikation mit Groß und Klein sicher immer wieder kleinere und größere Lacher und Kurioses dabei aber irgendwie, zwischen all dem Alltag, der Kindererziehung, dem Job und allem was sonst noch organisiert werden will, haben sich diese Sätze, das Lustige, das Kuriose schlicht und ergreifend in Luft aufgelöst.  Ich habe sie mir nicht gemerkt, nicht aufgeschrieben, nicht festgehalten, nirgendwo. 
Und jetzt sitze ich hier und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass vieles, was unsere Kinder oder auch wir, als Mama und P…

Mit der Butterbreze im Fast-Food-Restaurant - Blogparade von das Elternhandbuch

Ich gebe es zu, hin und wieder esse ich ganz gerne mal ein Burger-Menü im Fast-Food-Restaurant. Und ich gebe zu, dass dann jedesmal pikierte Blicke von anderen Eltern auf mich warten, weil Groß neben mir und meinem Burger-Menü sitzt und in seine Butterbreze beißt, während sich seine kleine Schwester die Hähnchen-Nuggets mit Unmengen von Ketchup schmecken lässt.
Schau mal Mama, der Junge muss eine Butterbreze essen und kriegt keine Kinder-Menü.  ...höre ich dann von einem anderen Zwerg drei Tische weiter.

Das Thema Essen mit unseren Kindern gibt uns immer wieder Anlass zum schmunzeln, ausrasten, Augen verdrehen, schimpfen, loben, durchdrehen, Kopf schütteln, im Erdboden versinken und kaputt lachen. Deswegen mache ich gerne bei der Blogparade von das Elternhandbuch mit.

Die Sache mit dem Fast-Food-Restaurant ist die: meine Kinder mögen keine Kartoffeln! Das schließt dann auch sowas wie Pommes eindeutig aus, zumindest seit Groß vor einigen Jahren im Fernsehen  gesehen hat, dass Pommes au…

Immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Heute ist der 1. Dezember. Unglaublich. Wir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Dem Fest der Liebe und Dankbarkeit. Und dem Fest der Familie. 
Groß und Klein haben heute morgen mit glänzenden Augen ihre ersten Türchen und Päckchen aufgemacht. Und besonders für und mit Klein war es ein schöner Moment, da sie dieses Jahr den Adventskalender so richtig begreift und wahrnimmt. 
Ich habe die Advents- und Weihnachtszeit eigentlich immer als stressig-schön empfunden. Habe mich mit meinen Eltern, dann mit dem Lieblingsmann und jetzt mit meinen Kindern auf die Adventszeit, den Hl. Abend und die Feiertage gefreut.  Dieses Jahr ist es ein anderes Gefühl. Schwermütig, traurig und betroffen. Nicht stressig-schön sondern stressig-anstrengend. 
Weihnachten ist und war für mich immer ein Familienfest. Das wichtigste war und ist bis heute meine Familie um mich zu haben. Unsere Feiertage sind zwar durchgeplant und auch ein klitzekleines bisschen anstrengend aber immer so, wie ich es mir gew…