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Noch #MEHRMUTZUMICH

Die Blogparade von Phinabelle hat mich irgendwie noch nicht ganz losgelassen und meine Gedanken kreisen immer wieder um dieses Thema.
Es ist mir nicht leicht gefallen meine 15-Punkte-Liste zu erstellen. Aber geht es nicht eigentlich auch darum, sich selbst anzunehmen und zwar mit allen Ecken und Kanten, Makeln und Lastern.

Ja, auch ich habe diese Ecken und Kanten und ja, ich kenne sie, aber diese nun wirklich aufzuschreiben fällt mir ehrlich gesagt noch schwerer, als 15 positive Punkte über mich zu finden.
Bedeuten diese Ecken und Kanten doch, dass ich nicht perfekt bin. Und wer möchte nicht (zumindest nach außen) immer ein perfektes Bild abgeben, als Mutter, als Mensch, im Beruf, als Ehefrau.
Und doch gehören diese Ecken und Kanten zu mir, sie machen einen Teil meiner Persönlichkeit aus. Sie sind nicht immer positiv, nicht schön aber eben doch ein Teil von mir.

Und weil ich mit noch #MEHRMUTZUMICH versuchen möchte, mich mehr so anzunehmen wie ich bin, versuche ich hier meine Ecken und Kanten in Worte zu fassen.

Ich bin ein sehr nervöser und ängstlicher Mensch. Dauernd mache ich mir über alles und jeden Gedanken. Dabei läuft wirklich immer das Worst-Case-Scenario in meinem Kopf ab und ich wappne mich schon innerlich für den folgenden Krieg. Und das egal in welcher Lebenslage. Der Schnupfen der Kinder, die komischen Worte der Nachbarin, der Flüchtigkeitsfehler in der Arbeit, Diskussionen innerhalb der Familie und Freunden. Einfach alles.

Durch diese Grundnervosität bin ich (leider, leider) ein Nagelzuppler. Die Nagelhaut um meine Daumen müssen meistens dran glauben. Schön sieht das nicht aus, das weiß ich selbst, trotzdem passiert das meistens unbewusst, ohne dass ich es merke. Und wenn ich es merke ist es meistens schon zu spät.

Ich rauche. Nicht viel und nur für mich allein, am Abend, wenn die Kinder unterwegs sind  oder wir mit Freunden weggehen. Ich kenne alle negativen Folgen und ich habe während der beiden Schwangerschaften und der Stillzeit keine einzige Zigarette angerührt. Ganz lassen konnte ich es danach trotzdem nicht. Kein schönes Laster, keines vorauf ich stolz bin. Trotzdem das bin ich.

Geduld und Ausdauer sind überhaupt nicht meine Stärken. Alles immer gleich, sofort, wunderschön, perfekt. Funktioniert aber halt in der Realität sehr selten bis fast nie.
Durch diese Ungeduld kann ich ziemlich schnell pampig werden, wenn etwas nicht gleich, sofort, funktioniert, so wie ich mir das vorstelle.
Das ist, vor allem mit Kleinkindern recht oft schwierig und ich kämpfe hier oft mit mir selbst, weil ich sehr gut weiß, dass es einfach unfair ist, sie wegen meiner Schwäche anzumaulen.
Ich bin aber, das muss ich auch sagen, durch Groß und Klein ein gutes Stück geduldiger geworden, zumindest den beiden gegenüber.

Ich versuche immer allen, alles Recht zu machen, sei es in der Familie, bei Freunden, im Berufsleben. Und das bedeutet leider allzu oft, dass ich selbst, meine Ideen, Pläne und Ansichten dabei ins Hintertreffen geraten. Das endet dann in Wut und Frust mir selbst gegenüber, weil ich es einfach nicht schaffe, mehr auf mich zu achten.


Es gibt sicher noch einige kleinere und mittlere Kanten aber meine größten Ecken, meine grauen Wolken, die ich so mit mir herumtrage habe ich oben in Worte gefasst. Es fühlt sich komisch an, diese negativen Seiten über mich so schwarz auf weiß zu lesen.
Aber das bin eben ich - ich mit meiner 15-postive-Punkte-Liste. Ich, mit meinen Ecken und Kanten. Und mit ein bisschen #MEHRMUTZUMICH im Herzen.






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