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"Glaube Liebe Tod" - ein neuer Krimi und ich durfte schon mal reinschmökern

Diese Woche krank und zu Hause sein hat doch irgendwie auch seine positiven Seiten. Ich komme wirklich viel zum Lesen. Und zumindest das genieße ich. Meine Familie hat mich ja fleißig mit Lesestoff versorgt, aber gefreut habe ich mich über das Vorabexemplar von "Glaube Liebe Tod" von Peter Gallert und Jörg Reiter, beide bekannte Drehbuchautoren.
Da ich Krimis, vor allem in Deutschland angesiedelte Krimis, sehr gerne lesen und mich mit hineinziehen lasse in die spannenden Plots war ich ziemlich neugierig.
Da ich sowieso nichts Besseres zu tun hatte, hab ich gleich losgelegt.



Ha, wenn man mal Ruhe hat, bekommt man so ein Buch dann schon mal in zwei Tagen durch. Allerdings ist die anfängliche Vorfreude und Spannung schnell in so etwas wie Ernüchterung und, zugegebenermaßen, ein bisschen Langeweile umgeschlagen.

Hier meine Rezension für den ersten Band einer neuen Krimireihe.

Ein vereitelter Selbstmordversuch eines Kollegen wähnt Polizeiseelsorger Martin Bauer in Sicherheit. Doch nur für wenige Stunden - bis er erfährt, dass eben jener Kollege tot aufgefunden wurde. Diese Tatsache stürzt Martin Bauer in einen tiefen Gewissenskonflikt und erste Zweifel, ob es sich tatsächlich um Selbstmord handelt, lassen den Polizeiseelsorger nicht zur Ruhe kommen.
Doch nicht nur Martin Bauer kämpft mit seinem Gewissen. Auch der Sohn des Toten befindet sich in einem Strudel aus Hass und Verachtung.
Bauer, ganz Seelsorger, möchte dem Jungen helfen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und so nach und nach überschlagen sich die Ereignisse.

Ein Ruhrpotkrimi, der gut durchdacht aber zuweilen Spannung vermissen lässt. Der Plot ist durchgänging schön geschrieben, leider ist vieles für mich vorhersehbar gewesen, was die Spannung deutlich abgeschwächt hat. Auch die Story und Thematik ansich ist nichts Neues und wurde schon in viele Krimis verpackt. Die Charaktere und ihre Wesenszüge sind gut geschildert. Banales wird allerdings oftmals in die Länge gezogen, was das Lesen etwas mühsamer macht. Der Ausgang des Kriminalfalls war ebenfalls in großen Teilen vorhersehbar. Das Ende der persönlichen Geschichte um Martin Bauer bleibt dem Leser leider versagt. Es ist zumindest so undurchsichtig, dass man vermutlich zu einem neuen Roman über den Seelsorger greifen muss, um herauszufinden, wie es in seinem Leben weitergeht.

Ein schöner Zeitvertreib, ein lockerer Urlaubskriminalroman aber nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

    
Es war wirklich ein schöner Zeitvertreib, ein Lichtblick, der mich allerdings nicht so gepackt hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem habe ich mich über dieses Vorabexemplar gefreut.

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