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Mistwochenende, Mistmontag, Mistwetter - einfach alles Mist

Eigentlich war die Wettervorhersage für Samstag ganz gut, endlich mal trocken und Sonnenschein. So war es dann auch aber bereits beim Aufstehen habe ich gemerkt, dass mein Hals schmerzt und ich einfach unfit bin. Ich habe mich dann irgendwie über diesen Tag gerettet mit Schmerzmitteln, Tee und Bonbons und war einfach mies gelaunt, weil ich das schöne Wetter nicht genießen konnte und ich die meiste Zeit drin verbracht hab. Sonntag wurde das Ganze noch schlimmer. Schmerztabletten haben nicht mehr wirklich geholfen und die Schmerzen zogen sich bis zu den Ohren. Mir schwante bereits, was das wieder war und kriegte das Kotzen.
Aber es half alles nichts. Notfallplan für Klein und Groß erstellen und Montagfrüh ab zum Arzt. Dort habe ich dann eigentlich meinen ganzen Montagvormittag verbracht. Mit Schmerzen und Müdigkeit habe ich versucht mich auf ein Buch zu konzentrieren. Dann endlich der Auftruf und anschließend die schon befürchtete Diagnose. Und wieder Bakterien. Und wieder Antibiotika. Ich war kurz vor dem Heulen. Schleppte mich mit letzter Kraft zur Apotheke. Ich fühlte mich soooo mies.


Den restlichen Tag habe ich eigentlich irgendwie verschlafen, so fertig und kaputt war ich. Aber die Antibiotika schlagen an. Nachdem ich mich gestern Abend noch ziemlich gerädert gefühlt habe ist es heute morgen schon wesentlich besser. Die Schmerzen sind fast weg, nur dieses Mattigkeitsgefühlt ist noch da.
Aber eigentlich könnte ich doch schon wieder, hier dieses und da jenes....aber ich habe strengste Couch-Ruhe und zwar die ganze Woche! Arrrggghhh mir fällt jetzt schon die Decke auf den Kopf. Und das Schlimmste ist, dass Groß und Klein nicht bei mir sind. Ich weiß, dass sie in den allerbesten Händen sind, aber es ist einfach ein Gefühl des Abschiebens, des Nicht-für-meine-Kinder-da-seins, des Ich-bin-doch-schon-fast-wieder-gesund-und-kann-auf-Groß-und-Klein-aufpassens. Ich fühle mich allein und irgendwie nutzlos. Zu Großtaten bin ich wirklich noch nicht bereit, trotzdem hätte ich jetzt einfach gerne mein Mädchen um mich, dass mich zum Lachen bringt und später Groß, mit dem ich Lego bauen kann.
Ich möchte auch meine Eltern nicht noch mehr verplanen, als sie es sowieso schon sind mit Groß und Klein und meiner Arbeit. Ich weiß, dass es für sie kein Problem ist und sie sich freuen, wenn die beiden da sind und sie alles tun würden, damit ich schnell wieder gesund werde. Trotzdem fühlt es sich nicht richtig an. Ich fühle mich allein, mein Magen krampft sich zusammen, einfach weil ich keine Kontrolle mehr über unsere Tage und diese Woche habe, einfach weil durch meine blöde Krankheit meine schön durchstrukturierte Routine dahin ist. Einfach weil ich nix tun kann und darf und meine Gedanken in meinem Kopf Amok laufen.

Ich weiß, dass ich gesund werden muss und dass mir die Ruhe gut tut. Mein Lichtblick heute. Mein Mann und Groß und Klein haben mich mit neuem Lesefutter versorgt. Ich hab schon angefangen. Ich hoffe die Krimis sind spannend, so vergeht wenigstens die Zeit.


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