Direkt zum Hauptbereich

"Der Brief" - ein neuer Roman und ich durfte schon mal reinschmökern

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Vorabexemplar gefreut, da mich die Leseprobe gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter und die Geschichte zu Ende geht.
Ich habe das Buch "gefressen", konnte es nicht mehr aus der Hand legen und am Ende kam die große Ernüchterung. Es war jedenfalls kein Ende, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt habe. Ich hätte mir gerne eine Auflösung der mysteriösen Umstände, in die die Protagonistin verwickelt wurde gewünscht. Doch diese gab es nicht. Das Ende zog sich zunehmend in die Länge und wurde verwirrend und unrealistisch. Das Buch hat mich mit einer merkwürdigen Leere, Unzufriedenheit und Unvollständigkeit zurück gelassen.

Hier meine Rezension für "Der Brief" von Carolin Hagebölling:

Marie, mit einem perfekten Leben in Hamburg, erhält von ihrer alten Schulfreundin einen geheimnisvollen Brief, in dem von einem völlig anderen Leben von Marie die Rede ist. Von einem Mann, den Marie nicht kennt. Von einer Krankheit, die Marie nicht hat und von einer Stadt, in der Marie nicht lebt. Ihre Welt gerät ins Wanken und um Licht ins Dunkel zu bringen und ihre heile Welt zu retten, reist Marie nach Paris. 

Was mit einem genialen, spannungsgeladenen, manchmal unheimlichen Plot beginnt wird mit der Zeit leider unübersichtlich, abstrus und verwirrend. Ich habe die Leseprobe "gefressen", war begeistert von der Sprache, der teilweise unheimlichen Wirkung gefesselt und habe in der ersten Hälfte mit der Protagonistin mitgefiebert. In der zweiten Hälfte wird die Handlung gleichzeitig langatmig und verwirrend. Es ist mir am Ende schwergefallen, der Handlung logisch zu folgen. Das Ende war völlig anders als erwartet und hat mich in einem nachdenklichen, nicht zufriedenstellenden und verwirrten Zustand hinterlassen. 

Sprachlich hat mir das Buch gefallen, es ist kurzweilig geschrieben, auch wenn sich einzele Passagen in die Länge gezogen haben. Die Protagonisten waren mir sympathisch auch wenn ich mir am Ende einfach mehr erhofft hatte.
Da mich das Buch auch einige Tage danach gedanklich nicht losgelassen hat und das Ende für mich immer noch verwirrend und unvollständig war, habe ich es kurzerhand meinem Mann in die Hand gedrückt mit der Bitte es zu lesen. Er hat meine Rezension nicht gelesen und war von Anfang bis Ende gefesselt. Für ihn war das Ende klar und deutlich und er war begeistert. Jetzt muss man dazusagen, dass das normalerweise so gar nicht sein Genre ist. Ich war sehr erstaunt über seine Reaktion, hätte ich doch gewettet, dass er das Ende genauso merkwürdig fnden würde wie ich. 

Vielleicht fällt es mir einfach nur sehr schwer, mich auf so eine, für mich unreale Geschichte einzulassen. 

Trotzdem ist das Buch spannend und schön geschrieben und mag auch so manch anderen Leser völlig begeistern. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

#Elternquatsch - Keine Süßigkeiten zum Frühstück! Oder doch?!

Als ich Wiebke's Aufruf zur Blogparade mit derm Stichwort #Elternquatsch gelesen habe, fand ich die Idee super und dachte, hey, da mach ich mit und wollte loslegen....

Ja und dann habe ich festgestellt, dass mir nichts einfällt. Dass ich den ganzen Tag mit meinen Kindern spreche, aber die wirklich lustigen Dinge, die ich da so vom Stapel lasse sind mir alle entfallen, einfach wie weggepustet. 
Ich bin ja nun schon eine ganze Zeit lang Mama und es waren in meiner Kommunikation mit Groß und Klein sicher immer wieder kleinere und größere Lacher und Kurioses dabei aber irgendwie, zwischen all dem Alltag, der Kindererziehung, dem Job und allem was sonst noch organisiert werden will, haben sich diese Sätze, das Lustige, das Kuriose schlicht und ergreifend in Luft aufgelöst.  Ich habe sie mir nicht gemerkt, nicht aufgeschrieben, nicht festgehalten, nirgendwo. 
Und jetzt sitze ich hier und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass vieles, was unsere Kinder oder auch wir, als Mama und P…

Mit der Butterbreze im Fast-Food-Restaurant - Blogparade von das Elternhandbuch

Ich gebe es zu, hin und wieder esse ich ganz gerne mal ein Burger-Menü im Fast-Food-Restaurant. Und ich gebe zu, dass dann jedesmal pikierte Blicke von anderen Eltern auf mich warten, weil Groß neben mir und meinem Burger-Menü sitzt und in seine Butterbreze beißt, während sich seine kleine Schwester die Hähnchen-Nuggets mit Unmengen von Ketchup schmecken lässt.
Schau mal Mama, der Junge muss eine Butterbreze essen und kriegt keine Kinder-Menü.  ...höre ich dann von einem anderen Zwerg drei Tische weiter.

Das Thema Essen mit unseren Kindern gibt uns immer wieder Anlass zum schmunzeln, ausrasten, Augen verdrehen, schimpfen, loben, durchdrehen, Kopf schütteln, im Erdboden versinken und kaputt lachen. Deswegen mache ich gerne bei der Blogparade von das Elternhandbuch mit.

Die Sache mit dem Fast-Food-Restaurant ist die: meine Kinder mögen keine Kartoffeln! Das schließt dann auch sowas wie Pommes eindeutig aus, zumindest seit Groß vor einigen Jahren im Fernsehen  gesehen hat, dass Pommes au…

Das große Ganze sehen

Da war sie wieder. Die Kleinigkeit, die mir den Magen umdreht. Die meine Stimmung sinken lässt, mir und meiner Familie den Abend verdirbt. Die Kleinigkeit, die mich nicht zur Ruhe kommen lässt, die meine Gedanken kreisen lässt und mich zum weinen bringt.

Eine Kleinigkeit. Etwas, dass Groß ausprobiert hat. Etwas was einem Freund nicht gefallen hat. Etwas, dass Groß lernen muss. Nichts schlimmes....wirklich nicht. 
Trotzdem überrollen mich Gefühle wie Frustration, Wut, Hilflosigkeit, Unverständnis und Ärger... wegen einer  Kleinigkeit. Wegen etwas, dass Groß aus überschwänglicher Freude getan hat und nicht gut ankam. Eine Kleinigkeit, die sicher von beiden Jungs auf dem Schulweg schon wieder vergessen war. Eine Kleinigkeit, die mich den ganzen Abend begleitet. 
Eigentlich wollte ich eine neue Serie ansehen.... Mir ist die Lust vergangen. Ich hänge nervös und unruhig auf dem Sofa. Versuche meine Gedanken zu sortieren, mein Mann versucht ein Gesrpäch mit mir anzufangen, ich kann mich nich…