Direkt zum Hauptbereich

Pollenalarm - unser eingeschränkter Alltag bei herrlichem Sonnenschein

Die Sonne scheint, ein lauer Wind weht und es ist nicht mal übermäßig heiß. Das ideale Wetter um Zeit draußen in der Natur und im Garten zu verbringen.

Und doch schaffen wir es nur auf Etappen in den Garten. Immer nur für kurze Zeit und müssen dann wieder eine Ruhepause im kühlen, abgedunkelten Wohnzimmer verbringen.

Bei uns herrscht Pollenalarm. Und das seit ungefähr zehn Tagen recht heftig. Bis auf Klein leiden wir alle darunter, wobei es meinen Mann und Groß immer am heftigsten erwischt. Vor allem im Juni, wenn die Gräser blühen.


Mit Groß hatten wir bereits letztes Jahr eine wahre Odyssee hinter uns gebracht, angefangen vom Heilpraktiker über den Kinderarzt und dann die Kinderklinik. Bei Groß äußert sich die Pollenallergie, und ganz besonders, wenn die Gräser blühen, mit starkem Husten, Würgereiz, oft bis zum Erbrechen.

Die Bronchien und  die Lunge sind seit klein auf seine Schwachstelle. Wenn Groß krank wird, dann meistens mit Bronchitis. Aber so schlimm, wie um diese Jahreszeit ist es selbst dann nicht.

Es tut mir weh zu sehen, wie er an einem schönen Sommertag so eingeschränkt ist, dass er einen Großteil seiner Freizeit drinnen verbringen muss. Zumindest hier ist es ein bisschen besser und der Hustenreiz beruhigt sich wieder. Auch Globuli und Tabletten helfen nur minimal. Für Notfälle haben wir mittlerweile ein Salbutamol-Spray zu Hause, dass zurzeit ein ständiger Begleiter von Groß ist.


Er lässt es sich nicht anmerken, ist total tapfer und ist natürlich trotzdem immer wieder draußen und im Garten anzutreffen. Aber er leidet doch ganz schön.

Trotzdem sind wir mittlerweile auch ein eingespieltes Team geworden, was seine Allergie betrifft. Und er hat gelernt auf seinen Körper (Husten) zu hören und geht nach drinnen, wenn er merkt, dass es zu viel wird. Er hat gelernt mit seinem Spray allein umzugehen, so dass ich auch im Notfall, wenn er bei Freunden ist, nicht immer dabei sein  oder den anderen Mamas lange Erklärungen abgeben muss. Sobald der Würgereiz zu schlimm wird, rennt er aufs Klo oder holt sich eine Schüssel.
Kalte Waschlappen und eine Lesestunde auf dem Sofa helfen oft über die schlimmste Zeit des Tages hinweg.


Trotzdem bin ich traurig, dass er den Sommer nicht so unbeschwert genießen kann, wie seine Freunde und wie ich es ihm wünschen würde.

Mein Lichtblick: Ich weiß, dass diese extreme Zeit auch wieder vorbei gehen wird, ich freue mich über den Fortschritt, den Groß in Bezug auf sein Körpergefühl gemacht hat und ich bin stolz auf ihn, dass er so tapfer ist.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mit der Butterbreze im Fast-Food-Restaurant - Blogparade von das Elternhandbuch

Ich gebe es zu, hin und wieder esse ich ganz gerne mal ein Burger-Menü im Fast-Food-Restaurant. Und ich gebe zu, dass dann jedesmal pikierte Blicke von anderen Eltern auf mich warten, weil Groß neben mir und meinem Burger-Menü sitzt und in seine Butterbreze beißt, während sich seine kleine Schwester die Hähnchen-Nuggets mit Unmengen von Ketchup schmecken lässt.
Schau mal Mama, der Junge muss eine Butterbreze essen und kriegt keine Kinder-Menü.  ...höre ich dann von einem anderen Zwerg drei Tische weiter.

Das Thema Essen mit unseren Kindern gibt uns immer wieder Anlass zum schmunzeln, ausrasten, Augen verdrehen, schimpfen, loben, durchdrehen, Kopf schütteln, im Erdboden versinken und kaputt lachen. Deswegen mache ich gerne bei der Blogparade von das Elternhandbuch mit.

Die Sache mit dem Fast-Food-Restaurant ist die: meine Kinder mögen keine Kartoffeln! Das schließt dann auch sowas wie Pommes eindeutig aus, zumindest seit Groß vor einigen Jahren im Fernsehen  gesehen hat, dass Pommes au…

#Elternquatsch - Keine Süßigkeiten zum Frühstück! Oder doch?!

Als ich Wiebke's Aufruf zur Blogparade mit derm Stichwort #Elternquatsch gelesen habe, fand ich die Idee super und dachte, hey, da mach ich mit und wollte loslegen....

Ja und dann habe ich festgestellt, dass mir nichts einfällt. Dass ich den ganzen Tag mit meinen Kindern spreche, aber die wirklich lustigen Dinge, die ich da so vom Stapel lasse sind mir alle entfallen, einfach wie weggepustet. 
Ich bin ja nun schon eine ganze Zeit lang Mama und es waren in meiner Kommunikation mit Groß und Klein sicher immer wieder kleinere und größere Lacher und Kurioses dabei aber irgendwie, zwischen all dem Alltag, der Kindererziehung, dem Job und allem was sonst noch organisiert werden will, haben sich diese Sätze, das Lustige, das Kuriose schlicht und ergreifend in Luft aufgelöst.  Ich habe sie mir nicht gemerkt, nicht aufgeschrieben, nicht festgehalten, nirgendwo. 
Und jetzt sitze ich hier und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass vieles, was unsere Kinder oder auch wir, als Mama und P…

Geschwisterliebe - ein großer Altersunterschied und seine Vorteile

Für uns war immer klar, dass wir zwei Kinder wollten. Ich selbst habe keine Geschwister und habe mir immer einen großen Bruder gewünscht. Vielleicht wollte ich auch deswegen am liebsten ein gesundes Baby, aber, wenn ich es mir hätte aussuchen können, einen Jungen, einen großen Bruder halt.
Mein Wunsch ging in Erfüllung und im Juli 2010 kam unser Großer auf die Welt. Nach einem Jahr Elternzeit fing ich einen neuen Job an und war sehr glücklich über die Möglichkeit wieder 20 Stunden zu arbeiten und das ganz in der Nähe unseres Wohnortes. Groß war bei den beiden Großeltern gut aufgehoben und der Gedanke an ein Geschwisterchen ist erstmal in weite Ferne gerückt.

Losgelassen hat er uns trotzdem nie und wir waren sehr glücklich, als ich Anfang 2014 wieder schwanger wurde. Doch bereits im Mai überschattete ein schwerer Schicksalsschlag unser Familienglück, als ich durch eine, eigentlich harmlose Kinderkrankheit unser Baby verlor. Die Schwangerschaft war schon fortgeschritten und Groß hat die…