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Family meets Hamburg - unser Citytrip mit Groß und Klein

Mein Mann und ich lieben Städtereisen, Wochenendtrips oder wie auch immer man sie nennen mag. Wir haben viele gemacht, bevor Groß und Klein auf die Welt kamen, haben viele Städte gesehen und besichtigt. Wir haben London und Barcelona als unsere Lieblingsstädte auserkoren und waren sogar mehrmals pro Jahr dort.

Seit Groß und Klein unsere Familie komplettieren haben sich unsere Urlaubsgewohnheiten allerdings verschoben und verändert. Ein Städtetrip mit Kindern? Und den ganzen Kram nur für ein Wochenende einpacken? Für uns lange Zeit undenkbar, viel zu anstrengend und zeitaufwendig.

Jetzt haben wir es doch gewagt. Wir haben vier Tage in Hamburg verbracht mit Groß und Klein und waren hin- und hergerissen zwischen "das klappt ja super mit den Kids" und "wir beide würden so gerne noch so viel mehr besichtigen". Trotzdem war es ein schöner Kurzurlaub, den ich nicht missen möchte.  Hier ist mein Reisebericht der Teil von Sylvis Blogparade "Ich packe meinen Koffer" ist.

Hamburg ist ja nun mal ganz im Norden, wir wohnen aber ganz im Süden. Eine Strecke von 760 km. Wir haben uns für den ICE entschieden und für die Hin- und Rückfahrt Sitzplätze im Kleinkindabteil reserviert. Ich war schon ziemlich angespannt, wie die An- und Abreise werden würde, schließlich würden wir (mindestens) fünfeinhalb Stunden im Zug verbringen.

Die noch größere Herausforderung war allerdings unser Gepäck für vier Tag in einen Koffer zu packen, da wir nicht zwei Kinder, einen Kinderwagen und zusätzlich noch x Koffer über den Bahnhof und in den Zug schleppen wollten.
Irgendwie ist mir das auch gelungen. Zumindest fast. Die Spielsachen und unsere, extra für die Reise ausgesuchten Bücher, Stickerhefte und Zeitschriften kamen dann doch noch in Groß' Trolley, den er aber allein ziehen und tragen kann.

Los ging es also, zwei Erwachsene, zwei Kinder, zwei Trolleys und ein Kinderwagen machen sich auf die Reise.
Die Sitzplatzreservierung im ICE hat bestens geklappt und wir sind richtig begeistert vom Kleinkindabteil. Ein Bereich mit einer Eckbank, einem Tisch und zwei Sitzen und zusätzlich mit viel Platz um Gepäck zu verstauen und für die nötige Bewegungsfreiheit der Kleinen. Das Kleinkindabteil befindet sich direkt neben dem Bordrestaurant und Toiletten sind auch gleich in der Nähe.

Die Abfahrt war pünktlich und wir sind nach dem ersten Einrichten und Ankommen im Zug erstmal ins Bordrestaurant. Mama und Papa haben einen Kaffee dringend nötig und Groß und Klein frühstücken Croissants. Spielzeug gibt es auch noch, nach dem Vorzeigen der Kinderfahrkarte beim Schaffner.


Die Zeit im Zug vergeht sehr schnell. Zeit die wir mit Lesen, Rätseln, Puzzeln und Film schauen verbringen. Pünktlich kommen wir am Hamburger Hauptbahnhof an und gönnen uns ein Taxi zu unserem Hotel. Meine Sorge, wie wir denn jetzt Klein im Taxi, so ganz ohne Kindersitz transportieren sollen war unbegründet. Sehr viele Taxen haben mittlerweile Sitzerhöhungen, Kindersitze und Babyschalen an Board.

Unser Hotel, dass Holiday Inn Hotel Hamburg, war zwar etwas außerhalb vom Stadtzentrum, aber trotzdem toll an der Elbe gelegen, mit wunderschönem Blick auf den Frachthafen. Wir hatten ein Familienzimmer (also zwei DZ mit Verbindungstür) gebucht. Die Zimmer waren perfekt, im 14. Stock. Toller Ausblick, geräumig, sauber und das bestellte Babybett war auch schon da. Das Personal super freundlich und hilfsbereit. Das Frühstücksbuffet und das Abendessen, das wir uns einmal gegönnt haben, sehr lecker. Ein tolles Hotel für Familien, die sich für ein paar Tage Hamburg ansehen wollen. Einziges kleines Manko ist, dass es ein Weilchen dauert, bis man mit den Öffentlichen im Stadtzentrum ist. Aber mit Bus und S-Bahn geht es eigentlich in 20 Minuten ganz gut, auch mit Kindern.


Bevor wir losgefahren sind haben wir uns gemeinsam überlegt, was wir in Hamburg unbedingt machen wollen. Groß wollte unbedingt eine Hafenrundfahrt machen und ins Miniaturwunderland, Klein auf den Spielplatz, mein Mann ins Hard Rock Cafe und ich ins Rollercoaster Restaurant.

Wir haben diesen Plan bewusst mit Groß und Klein (soviel sie halt mit zwei Jahren da schon beisteuern konnte) gestaltet, da uns im Vorfeld schon klar war, dass wir nicht zig Kirchen, Häuser, die Speicherstadt, das Portugiesenviertel, das Rathaus usw. zu Fuß abklappern können. Die Dinge, die wir uns vorgenommen und gewünscht haben, haben wir erfüllt, besichtigt, bestaunt, genossen, bewundert und für toll, super und gigantisch befunden.

Unser erstes Highlight war sicher das Abendessen am ersten Abend im Rollercoaster Restaurant in Hamburg Harburg. Das Essen und die Getränke werden per Tablet bestellt (da leuchten die Augen von Groß und seinem Papa) und kommen per Achterbahn an den Tisch gefahren. Super lustig, total interessant, sehr abwechslungsreich, richtig gutes und leckeres Essen. Es war für alle ein seeeeehr entspanntes, gemütliches und schönes Abendessen.

Unsere XXL-Hafenrundfahrt durften wir bei schönem Wetter genießen. Unsere Rundfahrt hat nicht ganz zwei Stunden gedauert, wobei man sagen muss, dass Groß nach ca. eineinhalb Stunden platt von den ganz Eindrücken war und Klein sehr viel gemalt und gepuzzelt hat, weil sie die ganzen Infos noch nicht aufnehmen konnte. Das Schifffahren hat ihr trotzdem Spaß gemacht.




Dann endlich ging es auf den Spielplatz zum Austoben. Wir haben uns keinen Bestimmten im Vorfeld überlegt sondern einfach immer geschaut, wo der nächste ist, wenn die Kinder wieder etwas Abwechslung und Zeit zum Toben und spielen brauchten.
                             
Das Hard Rock Cafe haben wir auch noch mitgenommen, auf unserem Spaziergang an den Landungsbrücken. Allerdings waren der Shop und das Cafe selbst so voll, dass es keine Spaß gemacht hat, dort nach T-Shirts Ausschau zu halten und das Abendessen, dass wir dort geplant haben, haben wir verlegt.

Am Sonntagmorgen war Groß besonders aufgeregt. Um neun Uhr wollten wir am Miniaturwunderland sein. Wir haben Karten reserviert, mit denen man die langen Schlangen an den Kassen umgehen kann. Es war noch recht wenig los und so hatten Groß und Klein die Möglichkeit sich alles genau anzusehen. Klein war begeistert von den interaktiven Knöpfen und Groß und wir überwältigt von den Landschaften, den liebevollen Details und den imposanten Gebäuden und Zugstrecken. Wir waren insgesamt ca. dreieinhalb Stunden dort, wobei es ab elf Uhr deutlich voller wurde.


Den Sonntagnachmittag haben wir dann ganz gemütlich an der Elbe und auf dem Spielplatz verbracht und haben uns abends noch ein leckeres Hamburg-Abschieds-Essen im Hotel gegönnt.


Am Montag hieß es schon wieder Koffer packen, ab zum Bahnhof, rein in den ICE und zurück nach Hause. Wir hatten schöne Tage in Hamburg auch, wenn dieser Städtetrip so ganz anders war als alle, die wir bisher gemacht hatten.

Bye, Bye Hamburg - wir sehen uns bestimmt mal wieder.

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