Direkt zum Hauptbereich

Meine Lichtblicke der Woche - KW 44 - gibt es sie überhaupt diese Woche?

Ich gebe es zu, ich habe ziemlich viel gemotzt in den letzten Beiträgen. Ich hatte viele graue und trübe Tage. Habe an mir und allem gezweifelt.

Auch heute fällt es mir schwer Lichtblicke der letzten Woche zu sehen. Gibt es überhaupt welche? War nicht wieder alles schwierig und anstrengend? Lief nicht wieder alles genau in die entgegengesetzte Richtung? Haben sich die Kinder und auch ich nicht permanent motzig und zickig verhalten? Genauso war es. Aber die Kinder spiegeln meine Stimmung wieder. Grau, trist, motzig, zickig, unausgeglichen.
Sie können nichts dafür, dass ihre Mama schlechte Laune hat. Und natürlich gab es mit oder gerade wegen Groß und Klein diese Lichtblicke, die ich im Moment einfach nicht zulassen kann, weil ich alles grau in grau sehen möchte.

Ich muss sie suchen, tief in meinen Gedanken graben. Aber es gibt sie und während ich sie hier aufschreibe, merke ich, dass so vieles auch gut gelaufen ist. Gutes und Positives, dass ich einfach beiseite schiebe, weil das  Schlechte überwiegt. In meinen Gedanken.
Groß hat eine Woche Schwimmkurs geschafft. Er war unglaublich tapfer, obwohl er kein "Wasserkind" ist. Er hat sich sogar getraut zu tauchen.

Bei einem Treffen mit Verwandten haben Groß, Klein und ihre Cousine so wunderbar ruhig und zusammen gespielt, so dass wir in Ruhe Abendessen konnten. Mir fiel erst im Nachhinein auf, dass ich während des Abendessens gar nicht gestört wurde und mich auch im Nachgang noch mit Verwandten in Ruhe unterhalten konnte.

Wir verbringen einen Tag bei den Urgroßeltern. Auch wenn die Stimmung dort schwierig ist, gab es schöne Momente beim Hasen füttern. Als ich gesehen habe mit wie viel Freude und Enthusiasmus sie die Hasen mit Löwenzahn versorgt haben, ist mein Herz aufgegangen. 

Als sich Klein beim Lesen an mich gekuschelt hat und ganz leise "Mama ich hab dich lieb" geflüstert hat.

Als Groß sich in einem sehr grauen Moment meinerseits zu mir gesetzt und gesagt hat "Mama, jetzt leg dich erstmal hin, ich pass auf Klein auf. Ich bin da."

Die letzten beiden Tage, die ich arbeiten musste und mich schon wieder innerlich auf diverse Kämpfe in der Früh eingestellt habe, liefen so friedlich und ohne Gemotze ab. Ich habe erst auf dem Weg in die Arbeit gemerkt, dass alles reibungslos abgelaufen ist und Klein und Groß super mitgemacht haben.

Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge im Leben, die dir den Mut geben nicht aufzugeben. 


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

#Elternquatsch - Keine Süßigkeiten zum Frühstück! Oder doch?!

Als ich Wiebke's Aufruf zur Blogparade mit derm Stichwort #Elternquatsch gelesen habe, fand ich die Idee super und dachte, hey, da mach ich mit und wollte loslegen....

Ja und dann habe ich festgestellt, dass mir nichts einfällt. Dass ich den ganzen Tag mit meinen Kindern spreche, aber die wirklich lustigen Dinge, die ich da so vom Stapel lasse sind mir alle entfallen, einfach wie weggepustet. 
Ich bin ja nun schon eine ganze Zeit lang Mama und es waren in meiner Kommunikation mit Groß und Klein sicher immer wieder kleinere und größere Lacher und Kurioses dabei aber irgendwie, zwischen all dem Alltag, der Kindererziehung, dem Job und allem was sonst noch organisiert werden will, haben sich diese Sätze, das Lustige, das Kuriose schlicht und ergreifend in Luft aufgelöst.  Ich habe sie mir nicht gemerkt, nicht aufgeschrieben, nicht festgehalten, nirgendwo. 
Und jetzt sitze ich hier und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass vieles, was unsere Kinder oder auch wir, als Mama und P…

Mit der Butterbreze im Fast-Food-Restaurant - Blogparade von das Elternhandbuch

Ich gebe es zu, hin und wieder esse ich ganz gerne mal ein Burger-Menü im Fast-Food-Restaurant. Und ich gebe zu, dass dann jedesmal pikierte Blicke von anderen Eltern auf mich warten, weil Groß neben mir und meinem Burger-Menü sitzt und in seine Butterbreze beißt, während sich seine kleine Schwester die Hähnchen-Nuggets mit Unmengen von Ketchup schmecken lässt.
Schau mal Mama, der Junge muss eine Butterbreze essen und kriegt keine Kinder-Menü.  ...höre ich dann von einem anderen Zwerg drei Tische weiter.

Das Thema Essen mit unseren Kindern gibt uns immer wieder Anlass zum schmunzeln, ausrasten, Augen verdrehen, schimpfen, loben, durchdrehen, Kopf schütteln, im Erdboden versinken und kaputt lachen. Deswegen mache ich gerne bei der Blogparade von das Elternhandbuch mit.

Die Sache mit dem Fast-Food-Restaurant ist die: meine Kinder mögen keine Kartoffeln! Das schließt dann auch sowas wie Pommes eindeutig aus, zumindest seit Groß vor einigen Jahren im Fernsehen  gesehen hat, dass Pommes au…

Immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Heute ist der 1. Dezember. Unglaublich. Wir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Dem Fest der Liebe und Dankbarkeit. Und dem Fest der Familie. 
Groß und Klein haben heute morgen mit glänzenden Augen ihre ersten Türchen und Päckchen aufgemacht. Und besonders für und mit Klein war es ein schöner Moment, da sie dieses Jahr den Adventskalender so richtig begreift und wahrnimmt. 
Ich habe die Advents- und Weihnachtszeit eigentlich immer als stressig-schön empfunden. Habe mich mit meinen Eltern, dann mit dem Lieblingsmann und jetzt mit meinen Kindern auf die Adventszeit, den Hl. Abend und die Feiertage gefreut.  Dieses Jahr ist es ein anderes Gefühl. Schwermütig, traurig und betroffen. Nicht stressig-schön sondern stressig-anstrengend. 
Weihnachten ist und war für mich immer ein Familienfest. Das wichtigste war und ist bis heute meine Familie um mich zu haben. Unsere Feiertage sind zwar durchgeplant und auch ein klitzekleines bisschen anstrengend aber immer so, wie ich es mir gew…