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Immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Heute ist der 1. Dezember. Unglaublich. Wir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Dem Fest der Liebe und Dankbarkeit. Und dem Fest der Familie. 

Groß und Klein haben heute morgen mit glänzenden Augen ihre ersten Türchen und Päckchen aufgemacht. Und besonders für und mit Klein war es ein schöner Moment, da sie dieses Jahr den Adventskalender so richtig begreift und wahrnimmt. 

Ich habe die Advents- und Weihnachtszeit eigentlich immer als stressig-schön empfunden. Habe mich mit meinen Eltern, dann mit dem Lieblingsmann und jetzt mit meinen Kindern auf die Adventszeit, den Hl. Abend und die Feiertage gefreut. 
Dieses Jahr ist es ein anderes Gefühl. Schwermütig, traurig und betroffen. Nicht stressig-schön sondern stressig-anstrengend. 

Weihnachten ist und war für mich immer ein Familienfest. Das wichtigste war und ist bis heute meine Familie um mich zu haben. Unsere Feiertage sind zwar durchgeplant und auch ein klitzekleines bisschen anstrengend aber immer so, wie ich es mir gewünscht habe. Da meine Familie nicht in unmittelbarer Nähe lebt und meine Großeltern auch nicht mehr von zu Hause wegwollen, bedeutet das auch immer etwas Fahrerei für uns und Zeit, die ich so gerne gebe aber die wir nicht bei uns zu Hause verbringen. 
Dieser Plan von Weihnachten hat sich gut angefühlt, seit Jahren schon und die Vorfreude, auch Familienmitglieder zu treffen, die man über das Jahr hinweg einfach nicht sieht, da sie weit, weit weg wohnen, hat schon in der Adventszeit ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert. 

Und dann kommt da jemand der meine Werte von Liebe, Dankbarkeit und Zusammenghörigkeit in den Grundfesten erschüttert. Ein Mensch, der mir sehr nahe steht, den ich sehr schätze und ohne den es viele schöne und bunte Momente in meinem Leben nicht geben würde. Trotzdem hat mich ein Gespräch zutiefst getroffen. Eine Aussage, die sämtliche Liebe, Dankbarkeit und Bemühungen, die ich entgegenbringe zunichte macht. Ein Gespräch, dass mir die Vorfreude auf Weihnachten genommen hat, dass meine Gedanken kreisen lässt und dessen Aussage sich so fest in mein Gehirn gebrannt und sich da für immer festgefresssen hat.
Ich bin immer noch tief getroffen und dachte in den letzten Tagen sehr oft, es geht nicht mehr. Und trotzdem gab es kleine Lichtlein, die meinen Weg in den Advent und Weihnachten wieder ein bisschen heller gemacht haben.

Der Lieblingsmann, der in der letzten Woche fast über sich hinausgewachsen ist an Mitgefühl, Redebereitschaft, Trost spenden und Notfallhilfe, wenn es besonders schlimm wurde. Und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. So einen wundervollen Menschen gibt es nur einmal auf der Welt und ich habe das ganz große Glück ihn an meiner Seite zu wissen.

Die glänzenden, erwartungsvollen und freudigen Kinderaugen heute morgen. Die Vorfreude der beiden auf Weihnachten. Ihre Begeisterung beim weihnachtlichen Dekorieren, die Bemühungen beim Wunschzettel schreiben. Diese vier Kinderaugen, die so wundervoll leuchten und die sich noch so unbedarft und ungezwungen auf diesen Weihnachtszauber einlassen können. Die einfach da sein und sich freuen dürfen und können ohne zu müssen.
Und trotz all meiner Traurigkeit werde ich kämpfen! Für leuchtende Kinderaugen, für drei besondere Menschen und für mich selbst. Dass auch diese Advents- und Weihnachtszeit leuchtet mit all dem Wunder und Zauber, den diese Zeit für uns alle bereit hält. 


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