Direkt zum Hauptbereich

Es gugelt und hupft und määäht - unsere Osterleckereien

Nachdem ich ja die letzten Tage und Wochen so eine Kreativitätsexplosion in meinem Kopf hatte und auf der Suche nach kleinen Ostermitbringseln für die lieben Eltern, Schwiegereltern und Omas und Opas war, bin ich fündig geworden. Die bemalten Eierkartons von Bine auf ihrem Blog was eigenes haben es mir angetan und die Idee mit den Mini-Gugl fand ich einfach super. Nett verpackt, eine tolle DIY-Idee und ein schönes, kleines, feines Mitbringsel.

Ich schleiche ja wirklich schon eine ganze Weile um diese Mini-Gugl-Form herum. Aber dann sind mir wieder all die anderen Kuchenformen in meinen Küchenschränken eingefallen, die da so vor sich hin verstauben. Aber als ich dann die Eierkartonidee entdeckt habe, musste die Mini-Gugl-Form einfach her.

Allerdings habe ich mit den Rezepten für die Gugl ein wenig herum geeiert. Mandarinchen schmecken bei uns keinem. Die Rübli-Version haben wir ausprobiert, war aber allen zu trocken. Die sind auch nicht wirklich der Hingucker geworden. Irgendwie so grau/braun.
Viele Rezepte waren mir zu aufwendig und mit Lebensmittelfarbe wollte ich nicht herumexperimentieren. Fluffig und spritzig und frühlingshaft sollten sie sein.

Rausgekommen und von allen für gut befunden sind dann zitronige Buttermilch-Mini-Gugl. Da haben wir ein Weilchen rumexperimentiert, bis der Teig so war, wie Groß und ich ihn haben wollten.

Zitronige Buttermilch-Mini-Gugl

Für ca. 18 Mini-Gugl
Zutaten:
30 g Butter
50 g  Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker (hier habe ich erst das Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker in die Schüssel und dann mit normalem Zucker auf 50 g aufgewogen. Dann werden die nicht so süß.)
1 Ei
2 EL Schmand
80 g Mehl
2 Msp. Natron (hier geht auch Backpulver, ich hatte nur zufällig Natron da)
1 Prise Salz
75 ml Buttermilch (oder ein bisschen mehr, je nachdem, wie fest der Teig ist)
ein bisschen Abrieb einer Bio-Zitrone
Zitronensaft einer halben Zitrone, plus etwas für den Zuckerguss
~~~
Erst wird die Form gebuttert und bemehlt, damit sich die Mini-Gugl im Anschluss gut rauslösen lassen.
Dann den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
Für den Teig erst die Butter schaumig schlagen und dann Zucker, Ei und Schmand gut verquirlen.
Dann Mehl, Natron und Salz hinzufügen und wieder gut verquirlen.
Am Schluss die Buttermilch, den Abrieb der Zitronen und den Zitronensaft hinzufügen, gut verrühren und fertig ist der Teig.
Nachdem ich keine Spritztüten mag und auch gar keine habe, haben wir den Teig mit kleinen Löffeln in die Form gefühlt. Mit Espressolöffeln hat das richtig gut geklappt. Ich hab die Form dann noch ein paar Mal auf die Arbeitsplatte geklopft, damit sich der Teig richtig gut verteilt.
Dann ab in den vorgeheizten Ofen und ca. 15 Minuten backen.
Die Gugl in der Form auskühlen lassen und vorsichtig rauslösen.
~~~
Für die Zitronenglasur haben wir einfach Puderzucker mit dem restlichen Zitronensaft verrührt bis es eine dicke, zähflüssige Masse geworden ist. Klein hat die Gugl dann noch mit bunten Schmetterlingen verziert. Toll sind sie geworden und seeehr lecker.
Traditionell gibt es bei uns auch noch ein leckeres Osterlämmchen für unseren Osterkorb.
Nach vielen Jahren Übung und ebenso vielen missglückten Versuchen, wir hatten schon Lämmchen ohne Kopf und ohne Bauch, haben wir mittlerweile den Dreh raus und meistens gelingen uns die beiden Lämmchen recht gut.

Unsere Osterlämmchen

Für zwei Lämmchen 
Zutaten
225 g Butter
225 g Zucker
2 Päckchen Vanillinzucker
6 Eier
350 g Mehl
1/2 Päckchen Backpuler
50 g Speisestärke
1 Fläschchen Rum-Aroma
4-5 EL Milch (so, dass der Teig schwer reißend vom Löffel geht)
~~~
Als erstes werden die Formen gebuttert und bemehlt. Hier achten wir mittlerweile auf jede noch so kleine Vertiefung in der Form, damit sich das Lämmchen dann mit seiner schönen Struktur am Ende gut rauslösen lässt.

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Als erstes die Butter richtig schön schaumig rühren. Dann den Zucker und den Vanillinzucker  hinzufügen und gut verquirlen. Nach und nach die Eier mit einrühren (ich rühre hier immer jedes Ei einzeln ein).
Das Mehl mit dem Backpulver und der Speisestärke vermischen und diese Mischung unterrühren. Ebenso das Fläschchen Rumaroma.
Entsprechend der Teigkonsistenz noch die Milch hinzufügen.

Jetzt gehts ans Formen füllen. Und damit die Lämmchen auch wirklich einen Kopf haben, fülle ich erst jeweils einen Esslöffel Teig in die Kopfhälften und baue dann erst die Form zusammen. Dann den restlichen Teig gut verteilen. Und die Form immer wieder vorsichtig auf die Arbeitsplatte klopfen, damit keine Luftblasen entstehen.

Dann das Blech mit den Formen vorsichtig in den Backofen jonglieren (ja, auch hier gab's schon Unfälle) und ca. 50 min. backen. Im Anschluss gut auskühlen lassen und die Lämmchen vorsichtig aus der Form lösen.
~~~
Und wenn die Lämmchen endlich ausgekühlt und mit Puderzucker bestäubt sind dürfen die Kinder  unseren Osterkorb dekorieren. Natürlich mit unserem Lämmchen, den bunt gefärbten Eiern, leckerem Geräuchertem, selbst gemachter Foccacia und ganz viel Liebe. 

Die Mini-Gugl dürfen nicht mit rein, die wandern stattdessen in die selbstbemahlten Eierkartons und werden dann bei den Omas und Opas gefuttert.
Wir hoffen alle auf ein schönes, gesundes, sonniges Osterfest und einen fleißigen Osterhasen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

#Elternquatsch - Keine Süßigkeiten zum Frühstück! Oder doch?!

Als ich Wiebke's Aufruf zur Blogparade mit derm Stichwort #Elternquatsch gelesen habe, fand ich die Idee super und dachte, hey, da mach ich mit und wollte loslegen....

Ja und dann habe ich festgestellt, dass mir nichts einfällt. Dass ich den ganzen Tag mit meinen Kindern spreche, aber die wirklich lustigen Dinge, die ich da so vom Stapel lasse sind mir alle entfallen, einfach wie weggepustet. 
Ich bin ja nun schon eine ganze Zeit lang Mama und es waren in meiner Kommunikation mit Groß und Klein sicher immer wieder kleinere und größere Lacher und Kurioses dabei aber irgendwie, zwischen all dem Alltag, der Kindererziehung, dem Job und allem was sonst noch organisiert werden will, haben sich diese Sätze, das Lustige, das Kuriose schlicht und ergreifend in Luft aufgelöst.  Ich habe sie mir nicht gemerkt, nicht aufgeschrieben, nicht festgehalten, nirgendwo. 
Und jetzt sitze ich hier und bin schon ein bisschen traurig darüber, dass vieles, was unsere Kinder oder auch wir, als Mama und P…

Mit der Butterbreze im Fast-Food-Restaurant - Blogparade von das Elternhandbuch

Ich gebe es zu, hin und wieder esse ich ganz gerne mal ein Burger-Menü im Fast-Food-Restaurant. Und ich gebe zu, dass dann jedesmal pikierte Blicke von anderen Eltern auf mich warten, weil Groß neben mir und meinem Burger-Menü sitzt und in seine Butterbreze beißt, während sich seine kleine Schwester die Hähnchen-Nuggets mit Unmengen von Ketchup schmecken lässt.
Schau mal Mama, der Junge muss eine Butterbreze essen und kriegt keine Kinder-Menü.  ...höre ich dann von einem anderen Zwerg drei Tische weiter.

Das Thema Essen mit unseren Kindern gibt uns immer wieder Anlass zum schmunzeln, ausrasten, Augen verdrehen, schimpfen, loben, durchdrehen, Kopf schütteln, im Erdboden versinken und kaputt lachen. Deswegen mache ich gerne bei der Blogparade von das Elternhandbuch mit.

Die Sache mit dem Fast-Food-Restaurant ist die: meine Kinder mögen keine Kartoffeln! Das schließt dann auch sowas wie Pommes eindeutig aus, zumindest seit Groß vor einigen Jahren im Fernsehen  gesehen hat, dass Pommes au…

Immer wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her

Heute ist der 1. Dezember. Unglaublich. Wir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Dem Fest der Liebe und Dankbarkeit. Und dem Fest der Familie. 
Groß und Klein haben heute morgen mit glänzenden Augen ihre ersten Türchen und Päckchen aufgemacht. Und besonders für und mit Klein war es ein schöner Moment, da sie dieses Jahr den Adventskalender so richtig begreift und wahrnimmt. 
Ich habe die Advents- und Weihnachtszeit eigentlich immer als stressig-schön empfunden. Habe mich mit meinen Eltern, dann mit dem Lieblingsmann und jetzt mit meinen Kindern auf die Adventszeit, den Hl. Abend und die Feiertage gefreut.  Dieses Jahr ist es ein anderes Gefühl. Schwermütig, traurig und betroffen. Nicht stressig-schön sondern stressig-anstrengend. 
Weihnachten ist und war für mich immer ein Familienfest. Das wichtigste war und ist bis heute meine Familie um mich zu haben. Unsere Feiertage sind zwar durchgeplant und auch ein klitzekleines bisschen anstrengend aber immer so, wie ich es mir gew…